Gedächtnis
Das Gedächtnis ist die Grundlage dafür, dass wir wissen, wer wir sind. In unserem Gedächtnis speichert das Gehirn all das, was wir täglich erleben und lernen. Stell dir vor, dein Gedächtnis ist eine riesige Bibliothek mit tausenden von Bücherregalen. Alle Erfahrungen, Sinneseindrücke, Bilder und Gefühle, die du erlebst und die dir bewusst sind, werden für kürzere oder längere Zeit an unterschiedlichen Orten in dieser Bibliothek in verschiedenen Ordnern abgespeichert. Manche davon bleiben sogar ein Leben lang erhalten.
In dieser riesigen Gedächtnisbibliothek gibt es viele verschiedene Abteilungen. Eine ist zum Beispiel dafür verantwortlich, alle Fakten abzuspeichern, die du in deinem bisherigen Leben gelernt hast. Das nennt man das „semantische“ Gedächtnis. Diese Abteilung hat dann unter anderem einen Ordner für dich angelegt mit den Ländern dieser Erde und den dazugehörigen Hauptstädten oder mit dem Wissen darüber, wie eine bestimmte Hunderasse heißt.
Eine weitere Abteilung interessiert sich nicht für allgemeines Wissen, sondern konzentriert sich ganz allein auf deine gemachten Erfahrungen. Die Mitarbeiter dieser Abteilung, die auch episodisches Gedächtnis genannt wird, speichern deine Lebensereignisse ab. Es gibt dort zum Beispiel einen Ordner für deinen ersten Kindergeburtstag, deine Einschulung oder für deine erste große Liebe. Diese Ereignisse sind an bestimmte Ort und an bestimmte Zeiträume gebunden. Ganz wichtig ist auch eine Abteilung für Fähigkeiten und Bewegungen. Hier wird gespeichert, wie du Fahrrad fährst, wie du läufst oder schwimmst oder dir die Schuhe zubindest. Wenn du diese Tätigkeiten ausführst, musst du gar nicht mehr darüber nachdenken, oder? Das verdankst du den Mitarbeitern des prozeduralen Gedächtnisses.
Manche Informationen, wie zum Beispiel unterschiedliche Geräusche oder Eindrücke deiner Augen, bleiben nur extrem kurz erhalten. Sie werden für ein Tausendstel einer Sekunde im Ultrakurzzeitgedächtnis gespeichert und sind dir nicht bewusst. Wären sie dir bewusst zugänglich, hätte dein Gehirn vor lauter Sinneseindrücke viel zu viel zu tun. Nur wenn sie sehr wichtig sind, werden sie weiterverarbeitet. Andere Informationen aus deiner Umwelt, wie zum Beispiel die Zahlen bei einer Kopfrechenaufgabe, bleiben so lange erhalten, wie du sie für das Lösen der Aufgabe brauchst. Das ist eine wahre Meisterleistung des Gehirns: Du kannst dir gleichzeitig mehrere Zahlen vorstellen, merken und diese auch verändern, indem du sie z.B. addierst. Das alles macht das Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis. weiter
Im Langzeitgedächtnis werden Informationen längerfristig abgespeichert, nicht alle Informationen sind jedoch ein Leben lang abrufbar. An manche Dinge erinnert man sich erst wieder, wenn es einen bestimmten Hinweisreiz aus der Umgebung gibt, der eine dazugehörige Erinnerung aktiviert.
Bei einer Verletzung des Gehirns kann es passieren, dass je nach Ort bestimmte Bereiche zerstört werden. Es kann dann passieren, dass die Person einige Dinge aus der Zeit vor dem Unfall vergessen hat. Das sind dann meistens Ereignisse, die noch nicht so gut abgespeichert waren, während die Person sich an Dinge, die viele Jahre zurück liegen häufig noch gut erinnern kann. Wenn Dinge, die vor dem schädigenden Ereignis passiert sind, nicht mehr erinnert werden können, spricht man von einer retrograden Amnesie Zusätzlich ist es bei diesen Personen oft so, dass sie sich auch neue Inhalte nicht mehr merken können. Das bezeichnet man als anterograde Amnesie du kannst dich mit davon betroffenen Personen ganz normal unterhalten, aber schon wenige Minuten nach eurem Gespräch weiß der Betroffene nicht mehr, worüber ihr gesprochen habt und dass ihr gesprochen habt. Alles, was neu auf die Personen einprasselt, wird nicht länger als ein paar Minuten zwischengespeichert, bis es wieder vergessen wird. Das liegt daran, dass keine Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Die Person lebt nur noch im Hier und Jetzt.
Interessanterweise ist es aber so, dass die Betroffenen meistens durchaus noch neue Fähigkeiten erlernen können, die sie zuvor nicht besaßen. So können sie beispielsweise Skilaufen lernen und verbessern sich genauso wie es auch Leute ohne diese Hirnschädigung tun würden. Einzige Einschränkung: sie können sich nicht daran erinnern, dass sie jemals Ski gelaufen sind. Dieser Teil des Gedächtnisses, der für Bewegungen, Handlungen und Fertigkeiten verantwortlich ist, ist also woanders verortet und unabhängig von dem Gedächtnis für Fakten und Erlebnisse.
Bei einer Verletzung des Gehirns kann es passieren, dass je nach Ort bestimmte Bereiche zerstört werden. Es kann dann passieren, dass die Person einige Dinge aus der Zeit vor dem Unfall vergessen hat. Das sind dann meistens Ereignisse, die noch nicht so gut abgespeichert waren. Zusätzlich ist es bei diesen Personen oft so, dass sie sich auch neue Inhalte nicht mehr merken können: du kannst dich mit ihnen ganz normal unterhalten, aber schon wenige Minuten nach eurem Gespräch weiß der Betroffene nicht mehr, worüber ihr gesprochen habt und dass ihr gesprochen habt. Alles, was neu auf die Personen einprasselt, wird nicht länger als ein paar Minuten zwischengespeichert, bis es wieder vergessen wird. Das liegt daran, dass keine Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Die Person lebt nur noch im Hier und Jetzt.
Interessanterweise ist es aber so, dass die Betroffenen durchaus noch neue Fähigkeiten erlernen können, die sie zuvor nicht besaßen. So können sie beispielsweise Skilaufen lernen und verbessern sich genauso wie es auch Leute ohne diese Hirnschädigung tun würden. Einzige Einschränkung: sie können sich nicht daran erinnern, dass sie jemals Ski gelaufen sind. Dieser Teil des Gedächtnisses, der für Bewegungen, Handlungen und Fertigkeiten verantwortlich ist, ist also woanders verortet und unabhängig von dem Gedächtnis für Fakten und Erlebnisse.