Dein Gehirn

Schlaganfall –

hier erklärt es Pip und hier gibt es Ein Interview mit Frau Thoma

Stell dir vor, du sitzt mit deinem Opa im Auto und ihr müsst ganz dringend zur Schule. Plötzlich sieht Opa, dass er unbedingt Benzin tanken muss, damit er dich den letzten Kilometer zur Schule bringen kann. Es gibt da nur ein Problem: die Straßen sind völlig verstopft und es ist Stau. Damit das Auto aber weiterfährt und richtig funktioniert, braucht ihr neues und frisches Benzin.
So ähnlich läuft das auch bei uns im Gehirn ab. Unser Gehirn ist sehr wichtig für unser Denken, Sprechen und Bewegen. Um all das machen zu können, muss es ständig mit frischem Blut versorgt werden, so wie das Auto mit Benzin. Das Blut gelangt auch über Straßen ins Gehirn- wir nennen diese Gehirn-Straßen Arterien. Leider kann es passieren, dass eine Arterie verstopft, sodass kein oder zu wenig frisches Blut an bestimmte Orte im Gehirn gebracht werden kann. Das Gehirn hat dann sozusagen einen Stau- Ärzte nennen das Schlaganfall.
Je nachdem, welches Gebiet mit zu wenig Blut versorgt wird und wie lange es dauert, bis dem Betroffenen geholfen wird, kann es zu unterschiedlichen Schädigungen und Problemen kommen. Es kann sein, dass die Person sich nicht mehr richtig bewegen kann, die Sprache anders ist als vorher oder dass der Patient unter einer Sehstörung leidet, wie zum Beispiel dem Gesichtsfeldausfall. Wenn du zum Gesichtsfeldausfall mehr erfahren möchtest, kannst du hier klicken.
Wichtig ist, dass man bei ersten Anzeichen der betroffenen Person sofort hilft, indem man den Notarzt ruft. Wenn also eine Person erzählt, dass sie auf einem Auge für kurze Zeit verschwommen wie durch eine Milchglasscheibe sieht und es dann auf einmal auf dem Auge dunkel wird oder wenn eine Hand oder eine Gesichtshälfte nicht mehr richtig bewegt werden kann und herunterhängt, dann solltest du schnell reagieren. Denn je schneller der Stau im Kopf aufgelöst wird, desto besser. 

Fahrrad fahren immer mit Helm

Milli: Frau Patrizia Thoma, heute möchte ich mit Ihnen über das sogenannte Schädel-Hirn-Trauma sprechen und habe dafür ein paar Fragen vorbereitet. Können Sie mir zunächst erklären, was der Begriff bedeutet?
Patrizia: Aber klar doch, Milli! Der Begriff Schädel-Hirn-Trauma, kurz SHT, bedeutet eigentlich nichts anderes als eine Verletzung des Kopfes und des Gehirns. Solch schwere Verletzungen können bei einem Autounfall oder z.B. nach einem Sportunfall entstehen, wenn du stark auf den Kopf fällst.

Milli: Was genau passiert denn bei so einem Unfall mit meinem Gehirn?
Patrizia: Stell dir vor, dein Gehirn ist wie ein Pudding in einer Schüssel, sehr weich und von dem harten Schädel umgeben. Gibt es einen starken Aufprall, dann fliegt das Gehirn einmal an die hintere Wand des Kopfes und wird verletzt, und einmal wieder zurück. Dort wird es dann erneut gestaucht, also verletzt.

Milli: Das hört sich aber sehr gefährlich an. Wenn ich also mal hinfalle und ein den Kopf pralle, habe ich dann direkt ein Schädel-Hirn-Trauma?
Patrizia: Nein nein, so schnell geht das nicht. Wir unterscheiden außerdem drei verschiedene Arten von Verletzungen: leichte, mittelschwere und schwere. Wenn du nach einen Sturz Kopfschmerzen hast, dir übel und schwindelig ist, du anders siehst oder dich an den Unfall nicht mehr richtig erinnern kannst, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Milli: Also ich sollte darauf achten, ob sich etwas verändert und  dann Mama und Papa Bescheid geben?
Patrizia: Ganz genau!

Milli: Und was passiert dann genau mit mir?

Patrizia: Deine Eltern werden dich auf schnellstem Weg ins Krankenhaus fahren oder einen Notarzt rufen. Die Ärzte im Krankenhaus kümmern sich dann um dich und untersuchen dich ganz genau: sie möchten jeden Winkel deines Gehirns genau  betrachten, um zu prüfen, ob alles so ist, wie es sein soll.

Milli: Das hört sich gut an, da bin ich beruhigt! Noch eine Frage an dich: Wie kann ich mich denn vor so etwas schützen?

Patrizia: Auf jeden Fall solltest du z.B. beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Der hilft, dass der Aufprall nicht direkt auf deinen Kopf einwirkt. Außerdem ist es wichtig, dich beim Autofahren immer anzuschnallen.

Milli: Danke für die Infos und Tipps, Patrizia!

Patrizia: Gerne, Milli!

Möchtest du du schauen ob du von all dem was behalten hast… hier ein kleines Quiz.