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Vermutlich sind Sie/Du hier gelandet, weil es in der Familie oder im Bekanntenkreis Menschen mit einer Erkrankung des Gehirns gibt. Wir haben versucht, die häufigsten Erkrankungen kindgerecht zu erklären. Falls Sie liebe Eltern, weitere Informationen zu diesem Thema suchen, besuchen Sie doch unsere Seite Neuropsychologischer Ratgeber.
Was ist das Gehirn?
Sicher hast du schon eine Idee davon, was das Gehirn ist. Du kannst es dir eigentlich wie einen Computer vorstellen, der alle unsere Abläufe im Körper steuert. Über das Nervensystem werden Befehle an den ganzen Körper gesendet oder Empfindungen zum Beispiel von unseren Fingerspitzen empfangen. Das funktioniert mit Pip und Millis Hilfe. Die beiden sind Nervenimpulse und damit die schnellsten Postboten der Welt. Sie bringen Botschaften innerhalb von Millisekunden an den richtigen Ort. Dort werden sie dann unter Höchstgeschwindigkeit weiterverarbeitet. Da Pip und Milli diese Arbeit übernehmen, bekommst du davon gar nichts mehr mit.
Aber unser Gehirn kann noch viel mehr. Es ist fähig zu lernen, kreativ zu sein oder Gefühle zu erzeugen. Obwohl das Gehirn so viele wichtige Aufgaben übernimmt, ist es relativ klein und wiegt nur etwas mehr als 1 Kilo. Es verbraucht aber trotzdem 15% der Energie, die wir unserem Köper jeden Tag, zum Beispiel durch Nahrung, zur Verfügung stellen.
Hier vorgelesen von Tamara, und hier auch der pdf zum Runterladen und/ oder selberlesen oder hier als pdf zum Ausdrucken
„Dieser Film erklärt in kindgerechter Sprache und eingängigen Bildern, wie das Gehirn aufgebaut ist und welche Funktion die wichtigsten Gebiete haben. Nicht nur für Kinder lehrreich.“
Aber woraus besteht unser Gehirn eigentlich?
Sicher hast du schon eine Idee davon, was das Gehirn ist. Du kannst es dir eigentlich wie einen Computer vorstellen, der alle unsere Abläufe im Körper steuert. Über das Nervensystem werden Befehle an den ganzen Körper gesendet oder Empfindungen zum Beispiel von unseren Fingerspitzen empfangen. Das funktioniert mit Pip und Millis Hilfe. Die beiden sind Nervenimpulse und damit die schnellsten Postboten der Welt. Sie bringen Botschaften innerhalb von Millisekunden an den richtigen Ort. Dort werden sie dann unter Höchstgeschwindigkeit weiterverarbeitet. Da Pip und Milli diese Arbeit übernehmen, bekommst du davon gar nichts mehr mit.
Aber unser Gehirn kann noch viel mehr. Es ist fähig zu lernen, kreativ zu sein oder Gefühle zu erzeugen. Obwohl das Gehirn so viele wichtige Aufgaben übernimmt, ist es relativ klein und wiegt nur etwas mehr als 1 Kilo. Es verbraucht aber trotzdem 15% der Energie, die wir unserem Köper jeden Tag, zum Beispiel durch Nahrung, zur Verfügung stellen.
Was ist eine Neuron
Dr. Vogel wird Euch heute erklären, was eine Nervenzelle (Neuron) ist und was sie im Gehirn für Aufgaben hat. Aufgepasst! Gleich geht’s los!
Janne liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken und selber lesen.
Areale des Gehirns
Wie Du vielleicht bereits aus dem Video „Was ist das Gehirn“ erfahren hast, besteht das Gehirn aus verschiedenen Bereichen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Diese Bereiche wiederum unterteilen sich in unterschiedliche große aber auch kleine Hirnareale. Hier möchte ich Dir gerne einige dieser Areale kurz vorstellen.
Los geht’s!
Im Video „Was ist das Gehirn“ werden verschiedenen Bereiche des Gehirns und deren Funktionen vorgestellt: Großhirn, Zwischenhirn, Kleinhirn und Stammhirn. Daran wollen wir hier anknüpfen!
Beginnen wir mit 1 dem Großhirn!
Das Großhirn, wie bereits im Video: „Was ist das Gehirn“ erklärt, umfasst alle vier Lappen. Aber nicht nur das! Das Großhirn ist der größte und am höchsten entwickelte Teil des menschlichen Gehirns und besteht aus zwei Hälften – den Hemisphären. Diese beiden Hälften kommunizieren ständig miteinander. Das Großhirn ist verantwortlich für viele Denk- und Handlungsprozesse. Die sogenannte Großhirnrinde ist der äußerste Teil des Großhirns. Dort werden Informationen, also Reize, verarbeitet.
2 - Thalamus
Das nächste Areal ist der Thalamus. Der Thalamus arbeitet wie ein Filter. Alle Informationen, die der Mensch wahrnimmt gehen hier ein und werden nach ihrer Wichtigkeit sortiert. Wenn Du beispielsweise Hunger hast, gehen diese Informationen in den Thalamus und von dort in dein Bewusstsein. Denn Hunger ist ein wichtiges Bedürfnis, welches der Mensch nicht ignorieren sollte, daher wird diese Information als „wichtig“ markiert und weitergeleitet. Aufgrund dieser Filterfunktion wird der Thalamus auch „Tor zum Bewusstsein“ genannt.
3 - Das Mittelhirn
Das Mittelhirn ist mit seinen 1,5 – 2cm ein relativ kleines Areal im Gehirn, jedoch erfüllt es sehr wichtige und komplexe Aufgaben! Beispielsweise steuert es die Augenmuskulatur – ohne das Mittelhirn könnten wir also unsere Augen nicht öffnen oder schließen. Zudem ist das Mittelhirn für die Weiterleitung von Informationen zur Großhirnrinde verantwortlich. Ähnlich wie bei der Post müssen Briefe vom Absender zum Empfänger weitergeleitet werden, dies macht der Postbote. Die Aufgabe des Postboten übernimmt im Gehirn das Mittelhirn. Natürlich leitet es keine Post in Form von Briefen oder Werbung weiter. Das Mittelhirn leitet Reize wie zum Beispiel laute Töne oder schlechte Gerüche zur Großhirnrinde, wo sie dann verarbeitet werden..
4 - Das Kleinhirn
Das Kleinhirn sieht aus wie Broccoli. Zwar ist es in Wirklichkeit nicht grün, aber es ist genauso wichtig für unser Gehirn wie der Broccoli für unsere Gesundheit! Das Kleinhirn ist für sehr komplexe Aufgaben zuständig. Es sorgt dafür, dass wir Bewegungen ausführen, unser Gleichgewicht halten können aber auch, dass wir Sprache erlernen. Manche Menschen können bestimmte Bewegungen und Bewegungsabläufe besonders gut, beispielsweise Klavierspieler. Klavierschüler müssen viel üben um ein Musikstück fließend spielen zu können. Das Kleinhirn ist hierbei das Areal, welches die Fingerbewegungen beim Klavierunterricht aufnimmt und als Ablauf abspeichert. Der Klavierschüler lernt so welche Finger er wie schnell bewegen muss, um das Musikstück spielen zu können. Nach viel Übung werden die Abläufe automatisch und der Schüler kann das Musikstück perfekt spielen! So ist es übrigens auch beim Radfahren!
5 - Das Nachhirn
Das Nachhirn regelt, ähnlich wie ein Verkehrspolizist den Verkehr auf der Straße regelt, wichtige Funktionen wie die Blutzirkulation. Es sorgt also dafür, dass unser Blut in der Blutbahn vernünftig fließt, wodurch unsere Organe mit Sauerstoff versorgt werden. Der Herzschlag und die Lungenaktivität werden ebenfalls vom Nachhirn gesteuert. Aber nicht nur das! Immer wenn Du niest, weil beispielsweise Staub oder Schmutz in Deine Nase gelangt sind, ist das Nachhirn daran beteiligt, diesen Schmutz wieder aus der Nase zu befördern. Es steuert also die unbewussten Reaktionen des Körpers: die Reflexe, wie beispielsweise husten, schlucken, atmen oder eben niesen..
6 - Die Brücke
Die Brücke ist eine Durchgangsstation für Nervenbahnen zwischen Gehirn und Rückenmark. Zudem ist die Brücke eine Umschaltstation zwischen Groß- und Kleinhirn. Sensorische Informationen sind Reize, welche wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Also beispielsweise Reize die wir sehen, riechen, hören, schmecken oder fühlen können. Diese werden über die Brücke zum Kleinhirn weitergeleitet und dort verarbeitet.
7 - Die Amygdala
Die Amygdala ist ein klitzekleines Areal im Gehirn, welches aber eine sehr große Bedeutung für unsere Emotionen hat. Die Hauptaufgabe der Amygdala liegt bei der Entstehung und der Verarbeitung von Angst. Angst ist zwar ein unangenehmes Gefühl, jedoch hat es eine wichtige Funktion: Angst sagt unserem Körper er soll sich auf eine Gefahrensituation vorbereiten. Ein Beispiel: Marie wurde als Kind von einem Hund gebissen und hat seitdem große Angst vor Hunden. Jedes Mal, wenn ein Hund auf Marie zukommt, schlägt die Amygdala in Maries Gehirn Alarm! Maries Herzschlag wird schneller, sie fängt an zu schwitzen und Marie zuckt plötzlich zusammen. All diese Reaktionen sind Befehle der Amygdala. Die Amygdala versucht Marie vor der Gefahrensituation (dem Hund) zu schützen und signalisiert Marie durch das Schwitzen und das Zusammenzucken, das etwas nicht stimmt. Daraufhin wechselt Marie die Straßenseite, um dem Hund aus dem Weg zu gehen. Ohne die Amygdala kann Angst nicht entstehen und wir würden gefährliche Situationen nicht mehr erkennen.
8 - Die Hypophyse
Die Hypophyse liegt an der Unterseite des Gehirns. Es ist ebenso wie die Amygdala ein sehr kleines Organ, welches aber eine große Bedeutung für das Gehirn und den Körper hat. Die Hypophyse setzt sich aus zwei Lappen zusammen: 1. Der Hypophysenvorderlappen und 2. Der Hypophysenhinterlappen. Der vordere Lappen ist eine Drüse, ähnlich wie ein eine Schweißdrüse, welche Schweiß produziert und dieses abgibt. Der Vorderlappen produziert aber kein Schweiß, sondern Hormone und gibt diese in die Blutbahn weiter. Auch wenn Dir der Begriff „Hormone“ möglicherweise fremd ist, bin ich mir sicher, dass Du einige davon bereits kennengelernt hast! Ein Beispiel: als Du geboren wurdest warst du ganz klein, ebenso wie die Organe in deinem Körper. Mit der Zeit bist Du immer größer geworden. Für diesen Wachstum ist ein Hormon verantwortlich: das Wachstumshormon, welches im Vorderlappen der Hypophyse produziert wird. Der Hinterlappen der Hypophyse ist keine Drüse, sondern ein Teil des Gehirns. Hier werden keine Hormone produziert, sondern lediglich gespeichert und bei Bedarf freigesetzt.
9 - Hypothalamus
Nun kommen wir zum Hypothalamus. Dieser ist wie eine Steuerungszentrale. Er steuert automatische Vorgänge wie beispielsweise den Kreislauf, die Atmung, die Körpertemperatur aber auch die Nahrungsaufnahme. Er sorgt dafür, dass wir Hunger bekommen, wenn unser Magen leer ist und das wir uns satt fühlen, wenn unser Magen voll ist.
10 - Der Balken
Der Balken verbindet beide Hirnhälften, die Hemisphären. Er spannt sich wie eine Brücke zwischen beiden Hälften und sorgt dafür, dass beide miteinander „kommunizieren“ können. Im Balken sitzen die meisten Nervenfasern – über 200 Millionen Stück
Die 12 Hirnnerven
1. Der erste Nerv ist der Riechnerv.
Er sorgt dafür, dass wir Gerüche wahrnehmen können. Dem Riechnerv haben wir es zu verdanken, dass wir den schönen Geruch einer Blume riechen können. Leider haben wir dem Riechnerv ebenfalls zu verdanken, dass wir unangenehme Gerüche wie beispielsweise faule Eier, riechen können. Ist der Riechnerv geschädigt, können wir also nicht mehr riechen.
2. Der zweite Nerv ist der Sehnerv.
Dieser sorgt dafür, dass wir Reize sehen können. Z.B., dass wir unsere Freunde sehen, den Nachbarn aber auch uns selbst sehen können. Wenn der Sehnerv geschädigt ist verlieren wir unser Augenlicht. Das bedeutet wir sehen entweder sehr schlecht oder gar nicht mehr.
3.,4. und 6. der Augenbewegungsnerv ist gleich drei Mal vertreten.
Alle drei Nerven sorgen dafür, dass wir unsere Augen bewegen und rollen können. Bei einer Verletzung des Augenbewegungsnervs kommt es häufig zu einer Lähmung. Das bedeutet, dass ein oder beide Augen nur eingeschränkt beweglich sind
5. und 7. der Gesichtsnerv ist zwei Mal vertreten.
Zum einen ist er für den Gesichtsbereich also zum Beispiel für das Kauen verantwortlich und zum anderen steuert er die Mimik. Ohne den Gesichtsnerv könnten wir also keine Grimassen ziehen!
8. der achte Nerv ist der Hör- und Gleichgewichtsnerv.
Er sorgt dafür, dass wir akustische Reize hören können. Akustische Reize sind beispielsweise der Gesang von Vögeln oder das Bellen eines Hundes. Aber auch die Stimme Deiner Eltern, wenn sie Dich zum Essen rufen. Der Gleichgewichtsnerv hilft uns geradeaus zu gehen und sorgt dafür, dass wir nicht umfallen.
9. der Zungen- Rachennerv hat ebenfalls wie alle anderen Nerven eine wichtige Rolle.
Er sorgt dafür, dass wir die Nahrung die wir zu uns nehmen auch runter schlucken können. Dies ist ein besonders wichtiger Nerv, da wir unsere Nahrung ohne den Zungen- und Rachennerv nicht essen könnten.
10. Parasympathikus.
Dieser Nerv steuert fast alle inneren Organe des Menschen. Grob gesagt sorgt er dafür, dass wir uns in ruhigen Situationen entspannen können und unsere Organe nicht überlastet werden. Er steuert unter anderem unseren Darm und hilft dabei die Verdauung anzuregen. Wenn der Parasympatikus geschädigt ist kann es zu Muskelverspannungen oder Übelkeit kommen.
11. der Hals- und Kopfnerv steuert die Kopfdrehung und die Schulterhebung
Ohne diesen Nerv könnten wir also nicht nach rechts und links schauen, um zu überprüfen ob die Straße frei ist, bevor wir diese überqueren. Ebenso könnten wir unsere Schulter nicht anheben
12. der letze Hirnnerv ist der Unterzungennerv
Er sorgt dafür, dass wir unsere Zunge bewegen können. Dies ist vorallem wichtig, wenn wir essen. Die Zunge sorgt dafür, dass die Nahrung im Mund zu den Zähnen geschoben wird und somit gekaut werden kann.
Gedächtnis
Das Gedächtnis ist die Grundlage dafür, dass wir wissen, wer wir sind. In unserem Gedächtnis speichert das Gehirn all das, was wir täglich erleben und lernen. Stell dir vor, dein Gedächtnis ist eine riesige Bibliothek mit tausenden von Bücherregalen. Alle Erfahrungen, Sinneseindrücke, Bilder und Gefühle, die du erlebst und die dir bewusst sind, werden für kürzere oder längere Zeit an unterschiedlichen Orten in dieser Bibliothek in verschiedenen Ordnern abgespeichert. Manche davon bleiben sogar ein Leben lang erhalten.
In dieser riesigen Gedächtnisbibliothek gibt es viele verschiedene Abteilungen. Eine ist zum Beispiel dafür verantwortlich, alle Fakten abzuspeichern, die du in deinem bisherigen Leben gelernt hast. Das nennt man das „semantische“ Gedächtnis. Diese Abteilung hat dann unter anderem einen Ordner für dich angelegt mit den Ländern dieser Erde und den dazugehörigen Hauptstädten oder mit dem Wissen darüber, wie eine bestimmte Hunderasse heißt.
Eine weitere Abteilung interessiert sich nicht für allgemeines Wissen, sondern konzentriert sich ganz allein auf deine gemachten Erfahrungen. Die Mitarbeiter dieser Abteilung, die auch episodisches Gedächtnis genannt wird, speichern deine Lebensereignisse ab. Es gibt dort zum Beispiel einen Ordner für deinen ersten Kindergeburtstag, deine Einschulung oder für deine erste große Liebe. Diese Ereignisse sind an bestimmte Ort und an bestimmte Zeiträume gebunden. Ganz wichtig ist auch eine Abteilung für Fähigkeiten und Bewegungen. Hier wird gespeichert, wie du Fahrrad fährst, wie du läufst oder schwimmst oder dir die Schuhe zubindest. Wenn du diese Tätigkeiten ausführst, musst du gar nicht mehr darüber nachdenken, oder? Das verdankst du den Mitarbeitern des prozeduralen Gedächtnisses.
Manche Informationen, wie zum Beispiel unterschiedliche Geräusche oder Eindrücke deiner Augen, bleiben nur extrem kurz erhalten. Sie werden für ein Tausendstel einer Sekunde im Ultrakurzzeitgedächtnis gespeichert und sind dir nicht bewusst. Wären sie dir bewusst zugänglich, hätte dein Gehirn vor lauter Sinneseindrücke viel zu viel zu tun. Nur wenn sie sehr wichtig sind, werden sie weiterverarbeitet. Andere Informationen aus deiner Umwelt, wie zum Beispiel die Zahlen bei einer Kopfrechenaufgabe, bleiben so lange erhalten, wie du sie für das Lösen der Aufgabe brauchst. Das ist eine wahre Meisterleistung des Gehirns: Du kannst dir gleichzeitig mehrere Zahlen vorstellen, merken und diese auch verändern, indem du sie z.B. addierst. Das alles macht das Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis. weiter
Im Langzeitgedächtnis werden Informationen längerfristig abgespeichert, nicht alle Informationen sind jedoch ein Leben lang abrufbar. An manche Dinge erinnert man sich erst wieder, wenn es einen bestimmten Hinweisreiz aus der Umgebung gibt, der eine dazugehörige Erinnerung aktiviert.
Bei einer Verletzung des Gehirns kann es passieren, dass je nach Ort bestimmte Bereiche zerstört werden. Es kann dann passieren, dass die Person einige Dinge aus der Zeit vor dem Unfall vergessen hat. Das sind dann meistens Ereignisse, die noch nicht so gut abgespeichert waren, während die Person sich an Dinge, die viele Jahre zurück liegen häufig noch gut erinnern kann. Wenn Dinge, die vor dem schädigenden Ereignis passiert sind, nicht mehr erinnert werden können, spricht man von einer retrograden Amnesie Zusätzlich ist es bei diesen Personen oft so, dass sie sich auch neue Inhalte nicht mehr merken können. Das bezeichnet man als anterograde Amnesie du kannst dich mit davon betroffenen Personen ganz normal unterhalten, aber schon wenige Minuten nach eurem Gespräch weiß der Betroffene nicht mehr, worüber ihr gesprochen habt und dass ihr gesprochen habt. Alles, was neu auf die Personen einprasselt, wird nicht länger als ein paar Minuten zwischengespeichert, bis es wieder vergessen wird. Das liegt daran, dass keine Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Die Person lebt nur noch im Hier und Jetzt.
Interessanterweise ist es aber so, dass die Betroffenen meistens durchaus noch neue Fähigkeiten erlernen können, die sie zuvor nicht besaßen. So können sie beispielsweise Skilaufen lernen und verbessern sich genauso wie es auch Leute ohne diese Hirnschädigung tun würden. Einzige Einschränkung: sie können sich nicht daran erinnern, dass sie jemals Ski gelaufen sind. Dieser Teil des Gedächtnisses, der für Bewegungen, Handlungen und Fertigkeiten verantwortlich ist, ist also woanders verortet und unabhängig von dem Gedächtnis für Fakten und Erlebnisse.
Bei einer Verletzung des Gehirns kann es passieren, dass je nach Ort bestimmte Bereiche zerstört werden. Es kann dann passieren, dass die Person einige Dinge aus der Zeit vor dem Unfall vergessen hat. Das sind dann meistens Ereignisse, die noch nicht so gut abgespeichert waren. Zusätzlich ist es bei diesen Personen oft so, dass sie sich auch neue Inhalte nicht mehr merken können: du kannst dich mit ihnen ganz normal unterhalten, aber schon wenige Minuten nach eurem Gespräch weiß der Betroffene nicht mehr, worüber ihr gesprochen habt und dass ihr gesprochen habt. Alles, was neu auf die Personen einprasselt, wird nicht länger als ein paar Minuten zwischengespeichert, bis es wieder vergessen wird. Das liegt daran, dass keine Inhalte vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis überführt werden. Die Person lebt nur noch im Hier und Jetzt.
Interessanterweise ist es aber so, dass die Betroffenen durchaus noch neue Fähigkeiten erlernen können, die sie zuvor nicht besaßen. So können sie beispielsweise Skilaufen lernen und verbessern sich genauso wie es auch Leute ohne diese Hirnschädigung tun würden. Einzige Einschränkung: sie können sich nicht daran erinnern, dass sie jemals Ski gelaufen sind. Dieser Teil des Gedächtnisses, der für Bewegungen, Handlungen und Fertigkeiten verantwortlich ist, ist also woanders verortet und unabhängig von dem Gedächtnis für Fakten und Erlebnisse.
Exekutive Funktionen
Exekutive Funktionen kann man sich ein bisschen wie die Schaltzentrale des Gehirns vorstellen. Sie sorgen dafür, dass Handlungen so ausgeführt werden, wie wir uns das überlegt haben. Wie das erklärt werden kann und was dabei im Gehirn passiert, wird in diesem Film dargestellt.
Elena liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Verrückte Fakten über das Gehirn
Unser Gehirn ist voll Fett!
Das Gehirn besteht zu 60% aus Fett und ist somit das fetteste Organ in unserem Körper.
Oliven, Pyramiden und ein Dach…
Es ist nicht immer leicht, sich die vielen unterschiedlichen Strukturen im Gehirn zu merken. Damit dies leichter fällt, haben sich deren Entdecker besondere Namen ausgedacht. So heißt ein Komplex zum Beispiel Olive oder eine bestimmte Art von Nervenzellen heißt Pyramidenzellen. Im Kleinhirn findet ihr einen „Wurm“ und in der Mitte des Gehirns ein „Dach“. So etwas kann es doch wirklich nur am spannendsten Ort des Körpers geben!
Ein Menschlein in unserem Kopf
Nein, natürlich gibt es nicht wirklich einen kleinen Menschen in unserem Kopf. Aber es gibt einen Streifen in unserem Gehirn, auf dem unser Körper und dessen Empfindungen abgebildet und wahrgenommen werden. An diesem Ort kann man einen kleinen Menschen entlang legen- und hat damit eine Abbildung unserer Körpers im Gehirn!
Unser Gehirn ist das größte!
Klar, du hast Recht: das Gehirn von Elefanten oder Walen ist natürlich noch ein bißchen größer als das des Menschen. Aber im Verhältnis zu unserem Körpergewicht haben wir ein größeres Gehirn, als wir bräuchten und ein größeres Gehirn als alle anderen Säugetiere.
Der höchste Energieverbrauch
Unser Gehirn macht von unserem Körper zwar nur einen kleinen Teil aus (gerade mal 2 Prozent unserer Körpermasse), es arbeitet aber ständig auf Hochtouren, sodass dauernd Energie zum Gehirn gebracht werden muss. Das geschieht über das Blut, das Sauerstoff und Traubenzucker transportiert. Damit du immer gut weiterdenken kannst, fließt täglich so viel Blut in dein Gehirn, wie in 10 Badewannen passen würde!
Der Höhepunkt der Leistung
Wusstest du, dass du mit 22 Jahren auf dem Gipfel deiner Denk- und Erinnerungsleistungen bist? Bis dahin hast du vielleicht noch ein wenig Zeit- also nutze sie gut und trainiere dein Gehirn, damit dein Maximum noch höher wird!
Kein Schmerz
Wusstest du, dass Operationen am Gehirn nicht wehtun können? Unser Gehirn kann keinen Schmerz empfinden, es hat quasi keinen „Schmerzempfang“. Um das Gehirn herum werden Schmerzen allerdings ganz normal empfunden- so entstehen Kopfschmerzen zum Beispiel außerhalb des Gehirns.
Es gibt Menschen, die riechen Töne…
…oder die sehen Farben, wenn sie Musik hören. Klingt verdreht, oder? Solche Menschen gibt es aber tatsächlich, man nennt sie Synästhetiker. Wenn sie zum Beispiel Musik wahrnehmen, ist das Hörzentrum im Gehirn gleichzeitig aktiviert mit dem Sehzentrum, sodass sie Töne hören und Dinge, zum Beispiel Farben, parallel dazu sehen.
Nervenzellen sind die schnellsten Postboten der Welt
Die Übertragung einer Info kann bis zu 120 Meter pro Sekunde schnell werden- das ist schneller als die Top-Speeds bei Formel 1 Rennwagen!
140 Mal die Erde umrunden…
… würdest du, wenn man die Verbindungen aller Nervenzellen zu den jeweils 10.000 anderen Kontakten aneinanderreiht. Diese Strecke beträgt dann ungefähr 5.800.000 km!
Eine Hälfte reicht…
Dass auch 50% unseres Gehirns ausreichen, beweist ein 16-jähriges Mädchen aus Deutschland. Obwohl ihr eine ganze Hälfte fehlt, hat sie fast keinerlei Probleme und besucht eine normale Schule, so wie alle anderen Kinder. Sie ist witzig und intelligent- und sieht die Welt genauso wie wir. Ihr seht: das Gehirn ist super flexibel! Strukturen und Funktionen, die eigentlich auf der fehlenden Hälfte gelegen hätten, werden von der vorhandenen übernommen.
hier haben wir dir ein paar Internet Seiten herausgesucht, die auch sehr hilfreich sind:
Zum Thema Gehirn
Zum Thema Schlaganfall
Zum Thema Alzheimer
Zum Thema Epilepsie
Zum Thema Parkinson
Zum Thema Demenz
Zum Thema Entstehung eines Tumors
Papa hat meine Freundin nicht erkannt - Amnesie was ist das ?
Julia ist zu Besuch bei Ihrer Freundin Pia. Der Papa ist auch da und spielt Klavier. Er hat Probleme mit seinem Gedächtnis. Wie sich das bei ihm auswirkt erklären dir Pip und Milli.
Schlaganfall – hier erklärt es Pip und hier gibt es Ein Interview mit Frau Thoma
Stell dir vor, du sitzt mit deinem Opa im Auto und ihr müsst ganz dringend zur Schule. Plötzlich sieht Opa, dass er unbedingt Benzin tanken muss, damit er dich den letzten Kilometer zur Schule bringen kann. Es gibt da nur ein Problem: die Straßen sind völlig verstopft und es ist Stau. Damit das Auto aber weiterfährt und richtig funktioniert, braucht ihr neues und frisches Benzin.
So ähnlich läuft das auch bei uns im Gehirn ab. Unser Gehirn ist sehr wichtig für unser Denken, Sprechen und Bewegen. Um all das machen zu können, muss es ständig mit frischem Blut versorgt werden, so wie das Auto mit Benzin. Das Blut gelangt auch über Straßen ins Gehirn- wir nennen diese Gehirn-Straßen Arterien. Leider kann es passieren, dass eine Arterie verstopft, sodass kein oder zu wenig frisches Blut an bestimmte Orte im Gehirn gebracht werden kann. Das Gehirn hat dann sozusagen einen Stau- Ärzte nennen das Schlaganfall.
Je nachdem, welches Gebiet mit zu wenig Blut versorgt wird und wie lange es dauert, bis dem Betroffenen geholfen wird, kann es zu unterschiedlichen Schädigungen und Problemen kommen. Es kann sein, dass die Person sich nicht mehr richtig bewegen kann, die Sprache anders ist als vorher oder dass der Patient unter einer Sehstörung leidet, wie zum Beispiel dem Gesichtsfeldausfall. Wenn du zum Gesichtsfeldausfall mehr erfahren möchtest, kannst du hier klicken.
Wichtig ist, dass man bei ersten Anzeichen der betroffenen Person sofort hilft, indem man den Notarzt ruft. Wenn also eine Person erzählt, dass sie auf einem Auge für kurze Zeit verschwommen wie durch eine Milchglasscheibe sieht und es dann auf einmal auf dem Auge dunkel wird oder wenn eine Hand oder eine Gesichtshälfte nicht mehr richtig bewegt werden kann und herunterhängt, dann solltest du schnell reagieren. Denn je schneller der Stau im Kopf aufgelöst wird, desto besser.
Milli: Frau Patrizia Thoma, heute möchte ich mit Ihnen über das sogenannte Schädel-Hirn-Trauma sprechen und habe dafür ein paar Fragen vorbereitet. Können Sie mir zunächst erklären, was der Begriff bedeutet?
Patrizia: Aber klar doch, Milli! Der Begriff Schädel-Hirn-Trauma, kurz SHT, bedeutet eigentlich nichts anderes als eine Verletzung des Kopfes und des Gehirns. Solch schwere Verletzungen können bei einem Autounfall oder z.B. nach einem Sportunfall entstehen, wenn du stark auf den Kopf fällst.
Milli: Was genau passiert denn bei so einem Unfall mit meinem Gehirn?
Patrizia: Stell dir vor, dein Gehirn ist wie ein Pudding in einer Schüssel, sehr weich und von dem harten Schädel umgeben. Gibt es einen starken Aufprall, dann fliegt das Gehirn einmal an die hintere Wand des Kopfes und wird verletzt, und einmal wieder zurück. Dort wird es dann erneut gestaucht, also verletzt.
Milli: Das hört sich aber sehr gefährlich an. Wenn ich also mal hinfalle und ein den Kopf pralle, habe ich dann direkt ein Schädel-Hirn-Trauma?
Patrizia: Nein nein, so schnell geht das nicht. Wir unterscheiden außerdem drei verschiedene Arten von Verletzungen: leichte, mittelschwere und schwere. Wenn du nach einen Sturz Kopfschmerzen hast, dir übel und schwindelig ist, du anders siehst oder dich an den Unfall nicht mehr richtig erinnern kannst, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen.
Milli: Also ich sollte darauf achten, ob sich etwas verändert und dann Mama und Papa Bescheid geben?
Patrizia: Ganz genau!
Milli: Und was passiert dann genau mit mir?
Patrizia: Deine Eltern werden dich auf schnellstem Weg ins Krankenhaus fahren oder einen Notarzt rufen. Die Ärzte im Krankenhaus kümmern sich dann um dich und untersuchen dich ganz genau: sie möchten jeden Winkel deines Gehirns genau betrachten, um zu prüfen, ob alles so ist, wie es sein soll.
Milli: Das hört sich gut an, da bin ich beruhigt! Noch eine Frage an dich: Wie kann ich mich denn vor so etwas schützen?
Patrizia: Auf jeden Fall solltest du z.B. beim Fahrradfahren einen Helm tragen. Der hilft, dass der Aufprall nicht direkt auf deinen Kopf einwirkt. Außerdem ist es wichtig, dich beim Autofahren immer anzuschnallen.
Milli: Danke für die Infos und Tipps, Patrizia!
Patrizia: Gerne, Milli!
Möchtest du du schauen ob du von all dem was behalten hast… hier ein kleines Quiz.
Sommer und Winter im Kopf, die Geschichte von Jan und dem Hirntumor
Jan hat einen Gehirntumor. Kindgerecht und in einfachen Bildern wird erklärt, was im Gehirn passiert, wenn ein Tumor wächst und wie sich dies auf Jans Erleben und Verhalten auswirkt
Tamara liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Alzheimer - Oma und die Vergesslichkeit
Was ist mit Oma los?
Wo habe ich nochmal meinen Ranzen hingestellt?“ „Wie heißt noch gleich der neue Mitschüler in meiner Klasse?“ – Wir alle vergessen ständig irgendetwas. Das ist ganz normal. Normal ist auch, dass das älteren Menschen sogar häufiger passieren kann. Selbst Mama, die immer so organisiert wirkt, weiß heute nicht, wo sie den Autoschlüssel abgelegt hat.
Damit wir uns an Sachen erinnern können, brauchen wir unser Gedächtnis. Das Gedächtnis hilft uns dabei, neue Informationen, wie den Namen des neuen Mitschülers, abzuspeichern und sie wieder abzurufen, wenn wir sie dringend benötigen. Dabei trennt es wichtige von unwichtigen Infos.
Doch bei manchen Krankheiten kann es zu einer Schädigung dieser Vorgänge kommen. Wie ihr vielleicht in dem Video von Pip und Milli schon gesehen habt, brauchen unsere Nervenimpulse Straßen im Gehirn, um dringend benötigte Informationen von einem Ort zum anderen zu bringen. Diese Straßen bilden auch Kreuzungen untereinander, die sogenannten Synapsen. Kommt es in unserem Gehirn zu krankhaften Veränderungen, z.B. durch die häufig auftretende Alzheimerkrankheit, werden immer mehr Straßen und Kreuzungen abgebaut und beschädigt. Außerdem finden sich bei Betroffenen besonders viele Ablagerungen auf den Straßen, die dort nicht hingehören. Auch das verhindert vermutlich, dass Pip und Milli ihre Reise ungestört fortsetzen können. Die benötigten Informationen können nicht abgerufen werden.
Alzheimer - Vergesslichkeit Was ist mit Oma los?
Solche Veränderungen führen zu krankhaften Gedächtnisproblemen, die oft im Rahmen sogenannter Demenzen auftreten. Viele Funktionen unseres Gehirns, die uns normalerweise bei der Wahrnehmung und Verarbeitung unserer Umwelt helfen, können dabei geschädigt sein. Eine Demenz kann verschiedene Ursachen haben. Viele verschiedene Krankheitsbilder sind damit verbunden. Am bekanntesten ist vielleicht die bereits erwähnte Alzheimer-Krankheit. Ungefähr 1,6 Millionen Menschen sind in Deutschland von einer Demenz betroffen. Mehr als die Hälfte davon haben die Alzheimer-Krankheit.
Unter der Alzheimer-Krankheit leidet auch die Oma von Anna. Auch Anna fiel das irgendwann auf. Ihre Oma vergaß immer häufiger Annas Namen und sprach sie manchmal auch mit dem Namen ihrer Mutter an. Das liegt daran, dass Alzheimer auch die Orientierung der Patienten verschlechtert. Annas Oma weiß dann gar nicht mehr, welches Jahr wir überhaupt haben oder in welcher Stadt sie eigentlich gerade ist. Oft fällt Anna auch auf, dass Oma die richtigen Worte fehlen. Anna hilft ihr dann gerne und versucht ihr bei der Benennung von Gegenständen zu helfen. Leider passiert es auch manchmal, dass Oma gar nicht mehr so ist wie früher. Dann wird sie laut und schimpft Anna aus. Doch Anna weiß, dass Oma das alles nicht immer so meint und es gut ist, Oma dabei zu helfen, sich zu beruhigen. Früher hat Anna häufig mit Oma gespielt. Sie versucht das immer noch, um Oma eine Freude zu machen. Oft muss sie dabei allerdings ein Auge zudrücken, wenn Oma die Spielregeln vergessen hat oder eigenwillig neue erfindet. Anna hat von ihren Eltern erklärt bekommen, dass es besser ist, nicht mit Oma darüber zu streiten. Sie versucht ihr stattdessen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Schwierig war es für Anna allerdings, als Oma sich das erste Mal besonders merkwürdig verhielt. Sie lief im Nachthemd nach draußen und redete Dinge, die Anna nicht verstand. Doch Anna kann dann schnell ihren Eltern Bescheid sagen. Mama und Papa können mit so einer besonderen Situation besser umgehen und schaffen es meist Oma zu besänftigen. All das wird leider noch schlimmer werden. Alzheimer ist eine fortschreitende Krankheit, was bedeutet, dass Omas Besonderheiten mit der Zeit vielleicht noch zunehmen. Obwohl Alzheimer aber eine unheilbare Krankheit ist, versuchen die Ärzte Oma mit Medikamenten zu helfen. Ein Arzt hat Anna erklärt, dass es dadurch vielleicht klappt, Omas jetzigen Zustand erst einmal zu stabilisieren, d.h. zu verhindern, dass es sich verschlimmert.
Anna ist froh, dass sie erklärt bekommen hat, was eine Demenz ist. Jetzt weiß sie, was mit Oma los ist und kann viel besser mit ihr umgehen. Sie weiß, dass Oma sie immer lieb haben wird, auch wenn sie eines Tages vielleicht nicht mehr genau weiß, wer Anna ist. Und Anna wird Oma mit Sicherheit auch immer lieb haben!
Wirrwarr in Omas Kopf – Alzheimer kindgerecht erklärt.
Gesichtsfeldausfall - was ist das? Pip und Milli möchten es Euch gern erklären
Wir sind zwei Nervenimpulse und die schnellsten Postboten der Welt. Warum? Na weil wir Botschaften innerhalb von Millisekunden an den richtigen Ort bringen. Das tun wir am spannendsten Ort der Welt: im Gehirn. Die Informationen, die unser Körper aufnimmt, werden innerhalb von kürzesten Augenblicken in deinem Kopf verarbeitet, sodass du davon gar nichts merkst. Diese ganze Arbeit übernehmen wir nämlich für dich. Wir wollen dir zeigen, wie der Weg in die Zentralen unseres Gehirns funktioniert und was vor Ort mit den Botschaften passiert. Wir nehmen dich mit auf eine einzigartige Entdeckungsreise- und das alles in Zeitlupe, damit bei dieser Höchstgeschwindigkeit nichts übersehen wird… Also: Hier geht es zum Film und hier noch mal zum Nachlesen.
Gesichtsfeldausfall - was ist das?
Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und willst wie jeden Tag zur Schule.
Du stehst auf und gehst ins Bad zum Zähneputzen, aber du läufst gegen den Türrahmen und stößt dir die Schulter. Im Badezimmer findest du die Zahnbürste nicht- stand sie nicht immer auf der linken Seite? Du bewegst den Kopf dorthin und siehst sie wieder! Aber es scheint, als würden Teile auf der linken Seite fehlen, als wären sie einfach nicht mehr da, als könntest du sie nicht mehr sehen.
Nämlich in unserem Gehirn. Heute möchten sie euch von einer Erkrankung erzählen die Gesichtsfeldausfall heißt. Der Name der ist etwas irreführend: es fehlt nichts im Gesicht sondern der Betroffene kann bestimmte Bereiche nicht sehen.
Es fällt also ein Teil des Gesichtsfeldes aus. Aber was ist denn eigentlich das Gesichtsfeld?
Das Gesichtsfeld ist der Bereich, in dem du Dinge wahrnehmen kannst, wenn du einfach nur geradeaus blickst, ohne deine Augen oder deinen Kopf zu bewegen. Die Mitte wird dabei sehr scharf abgebildet, zu den Seiten hin wird es unschärfer, aber trotzdem können wir auch dort Bewegungen erkennen. Das Gesichtsfeld ist also so etwas wie das Bild, das wir von unserer Umgebung sehen können.
Die Ursache für einen Gesichtsfeldausfall liegt im Gehirn: die Reize, die das Auge über die Sehbahnen ins Gehirn schickt, damit sie dort weiterverarbeitet werden können, werden nicht mehr korrekt zu einem Bild zusammengesetzt. Wichtige Gebiete im Gehirn, die für das Sehen mit zuständig sind, funktionieren also nicht mehr wie vorher. Die Augen arbeiten aber weiterhin einwandfrei- sie sind an dieser Art von Störung also nicht beteiligt.
Gesichtsfeldausfall - Pip und Milli haben einen Film gedreht!
eine Zusammenarbeit der Fachhochschule Dortmund und des Neuropsychologischen Therapie Centrums an der Ruhr-Universität Bochum
Das Gewitter in Pauls Kopf.
Epilepsie kindgerecht erklärt
Paul hat Epilepsie. Er möchte seinen Freunden erklären, was dabei im Gehirn passiert, wenn sich die Nervenzellen entladen, als tobe ein Gewitter!
Janne liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Warum zittert Opa so? Morbus Parkinson kindgerecht erklärt.
Simon und Ellas Opa kann die Kaffeetasse nicht mehr ruhig halten – er hat Parkinson. Der Film erklärt, was bei dieser Krankheit im Gehirn passiert und welche Veränderungen dabei beim Menschen auftreten können.
Janne liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Neglect - Neben dem Links ist noch ein Links
Mama hat sich bei einem Unfall am Kopf verletzt. Seitdem beachtet sie Dinge, die links liegen, häufig nicht mehr. Z.B. isst sie nur die rechte Seite des Tellers leer. Wie das erklärt werden kann und was dabei im Gehirn passiert, wird in diesem Film dargestellt.
Janne liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Sehen, aber nicht erkennen- Agnosie - kindgerecht erklärt
Heute werden wir gemeinsam mit Professor Doktor Vogel und Tom einer neuen Krankheit auf den Grund gehen, der Agnosie. Auch diese Erkrankung kann nach einem Schlaganfall auftreten. Die Patienten sehen zwar alles, können aber nicht erkennen, was sie sehen. Das heisst, sie sehen eine Tasse, können sie auch beschreiben, können aber trotzdem nicht erkennen, dass es eine Tasse ist. Das gelingt ihnen erst, wenn sie die Tasse z.B. in die Hand nehmen. Wie es sich genau verhält, erfahrt Ihr in diesem Video.
Janne liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Organische Persönlichkeitsveränderung
Vielleicht kennt Ihr auch Personen, die einen Unfall oder einen Schlaganfall hatten und sich danach irgendwie anders Verhalten haben als vorher. Wie es zu so einer Persönlichkeitsveränderung kommen kann, will Professor Vogel euch erklären.
Elena liest es Dir vor, Du kannst es Dir aber auch hier ausdrucken
und selber lesen.
Exekutive Funktionen
Exekutive Funktionen kann man sich ein bisschen wie die Schaltzentrale des Gehirns vorstellen. Sie sorgen dafür, dass Handlungen so ausgeführt werden, wie wir uns das überlegt haben. Wie das erklärt werden kann und was dabei im Gehirn passiert, wird in diesem Film dargestellt.
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Berühmte Persönlichkeiten der Neurowissenschaften
In unserem Video zum Aufbau des Gehirns habt Ihr vielleicht schon gesehen, dass unser Gehirn in viele verschiedene Bereiche eingeteilt ist, die alle unterschiedliche Aufgaben haben. Darum können Verletzungen, z.B. bei Schädel-Hirn-Traumata oder Tumoren, ganz unterschiedliche Folgen haben. Es kommt immer darauf an, wo die Verletzung genau liegt und wie groß sie ist.
Wir wollen Euch hier ein paar berühmte Patienten vorstellen, deren Verletzungen für die Forscher besonders interessant waren.
Wenn ihr auf eine der Personen klickt kommt ihr zu ihren Geschichten, die Elena euch vorliest, ihr könnt sie euch aber auch ausdrucken.
Hallo zusammen. Meinen richtigen Namen möchte ich nicht verraten, aber hier nenne ich mich einfach mal Anna.
Guten Tag, mein Name ist Monsieur Leborgne. Ich komme ursprünglich aus Frankreich. Dort habe ich am 11. April 1861 in einem Pariser Krankenhaus Professor Broca kennengelernt. Er war mein Arzt und durch seine Untersuchungen bin ich sehr bekannt geworden. Warum ich für die Ärzte der damaligen Zeit so interessant war, werde ich Euch hier erklären.
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Hallo, mein Name ist Henry Gustav Molaison, aber die meisten Menschen kennen mich vermutlich als H.M. Ich bin eine sehr bekannte Person in der Neurowissenschaft. Wie es dazu kam werde ich Euch hier erklären.
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Hallo, ich bin Phineas Gage. Früher habe ich als Vormann bei einer Eisenbahngesellschaft gearbeitet. Meine Aufgabe bestand darin, die Schienen der Eisenbahn, zu verlegen.
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Hallo, ich bin S.M. Meinen ganzen Namen verrate ich nicht, damit nicht alle Leute wissen, wer ich bin. Ich habe eine Krankheit, die man Urbach-Wiethe Syndrom nennt. Diese Krankheit hat dazu geführt, dass sich Teile meines Gehirns „aufgelöst“ haben.
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Fragen zum Thema Schlaganfall:
Fragen zum Thema Schlaganfall: Quiz – Wie gut kennst du dich aus?
Was macht das Gehirn?
Es ist verantwortlich für unser Denken, Sprechen und Bewegen und vieles mehr.
ist leider falsch
Es ist da, damit unser Kopf nicht so leer ist.
das ist leider falsch
Es hat keine richtige Funktion.
Falsch:-)
Forscher versuchen täglich, die Funktionen herauszufinden, wissen aber bisher nichts Genaues.
Super richtig
Womit wird das Gehirn versorgt?
Mit Äpfeln und Birnen
ist leider falsch
Mit Blut
Super richtig
Mit Süßigkeiten
das ist leider falsch
Das Gehirn versorgt sich selbst.
Falsch:-)
Wie heißen die „Straßen“, die Blut ins Gehirn bringen?
Venen
ist leider falsch
Schnellweg
das ist leider falsch
Thromben
Falsch:-)
Arterien
Super richtig
Fragen zum Thema Gesichtsfeldausfall: Quiz – Wie gut kennst du dich aus?
Was ist ein Gesichtsfeld?
Das Bild von unserer Umgebung, wenn wir den Kopf und die Augen ruhig halten.
super, richtig!
Das Bild von unserer Umgebung, wenn wir den Kopf von ganz links nach ganz rechts drehen.
das ist leider falsch
Ein Feld auf unserem Gesicht, das andere Menschen besonders wahrnehmen.
ne, das ist falsch, denk noch mal nach
Ein Feld aus Blumen, das wie ein Gesicht angeordnet ist.
ist leider falsch
Welche Art von Gesichtsfeldausfall gibt es nicht?
Tunnel
ist leider falsch
ein Viertel des Gesichtfeldes fehlt
das ist leider falsch
eine Hälfte des Gesichtsfeldes fehlt
super, das ist richtig
Das ganze Gesichtsfeld fehlt
ist leider falsch
Welche Region ist verantwortlich für einen Gesichtsfeldausfall?
Die Augen
ist leider falsch
Die Netzhaut
das ist leider falsch
Die Sehregion im Gehirn
super, das ist richtig
Das Geschmackzentrum
ist leider falsch
Liebe Eltern,
schön, dass Sie und Ihr Kind gemeinsam unsere Website erkunden.
Mit diesem Ratgeber wollen wir kindgerechte Informationen über erworbene Hirnschädigungen zur Verfügung stellen. In Form von kleinen Geschichten oder anschaulichen Infotexten sollen Kinder behutsam an das Thema herangeführt werden. Dabei können Kinder sowohl als Angehörige von Patienten ein Bedürfnis nach Informationen haben, als auch selbst als Betroffene. Diese Seite soll ihnen dabei helfen, Veränderungen, die mit einer Hirnschädigung einhergehen, zu verstehen und den Umgang mit den Folgen erleichtern.
Sollten sie selber sich über weitere Themen informieren wollen, geht es hier zu unserem Online Ratgeber für Erwachsene.
Ansonsten hier noch ein paar Zahlen zum Thema Schädelhirntrauma außerdem haben wir ihnen die Reaktionen einer Schulklasse hier hinterlegt, die zeigt das man die Materialen auch im Schulunterricht benutzen kann.
Hier geht es zum Ratgeber für Erwachsene, es öffnet sich ein neues Browserfenster
Das Gehirn stellt eine beeindruckende Schaltzentrale der Informationsverarbeitung dar. Es besteht aus rund 86 Milliarden Nervenzellen.
Obwohl das Gehirn mit durchschnittlich 1.300 Gramm nur drei Prozent unserer gesamten Körpermasse ausmacht, beansprucht es 15 % des Gesamtenergiebedarfs.
Da das Gehirn an allen Vorgängen in unserem Körper mehr oder weniger beteiligt ist, kommt es bei Schädigungen des Gehirns zu vielschichtigen Beeinträchtigungen in den verschiedensten Funktionsbereichen mit teilweise gravierenden Auswirkungen.
Betroffen sein können zum Beispiel die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Sprache oder die Handlungsplanung, aber auch die Persönlichkeit der Patienten.
Erworbene Hirnschädigungen können sowohl im Kindesalter vor Ausreifung des Nervensystems auftreten als auch im Erwachsenenalter.
Meist wird das Leben von Betroffenen von einem auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt.
Ein oftmals plötzlich auftretendes Schädigungsereignis führt dazu, dass vorher vorhandene Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten beeinträchtigt werden.
Bis zu 550.000 Menschen sind in der Bundesrepublik pro Jahr von Beeinträchtigungen der Hirnfunktionen betroffen.
Dies geschieht zum Beispiel durch Unfälle und Verletzungen oder durch Krankheiten. Bei einer Hirnschädigung durch eine Verletzung handelt es sich häufig um das bekannte Schädel-Hirn-Trauma.
Hiervon treten in Deutschland jährlich ca. 270.000 Fälle aller Schweregrade auf.
Eine andere, sehr häufige Ursache für Hirnschädigungen ist der Schlaganfall.
Unter diesem Begriff werden sowohl Blutungen als auch Verschlüsse und Gefäßverengungen im Gehirn zusammengefasst, die eine Unterversorgung oder einen zu starken Druck auf bestimmte Strukturen zur Folge haben. Mit jährlich ca. 280.000 Fällen gehört der Schlaganfall zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Umgerechnet erleidet alle zwei Minuten jemand einen Schlaganfall. Er gilt in den westlichen Industrienationen als dritthäufigste Todesursache und ist darüber hinaus die häufigste Ursache für mittlere und schwere Behinderungen.
Eine Hirnschädigung kann also verschiedenste Ursachen haben und stellt in deutschen Kliniken leider kein seltenes Krankheitsbild dar.
Die Diagnose ist bei Betroffenen und Angehörigen mit großer Unsicherheit und Selbstzweifeln verbunden. Sie führt zu Einschränkungen im Alltag, im Beruf und im Sozialleben der Betroffenen und verändert auch das Leben der Familienmitglieder.
Gerade Kinder haben folglich einen hohen Erklärungsbedarf und benötigen Unterstützung beim Verstehen und der Verarbeitung der Diagnose Hirnschädigung.